Obsthof Unterweiden: Unser Apfel- und Birnenanbauer

Wir sind sehr stolz auf unseren deutschen Erzeuger Obsthof Unterweiden. Der Obsthof Unterweiden ist ein klassischer niederrheinischer Bauernhof und seit über 100 Jahren in Familienbesitz. Wir haben den Familienbetrieb besucht und der Familie Panzer einige Fragen gestellt!

Kannst du etwas über die Geschichte deines Unternehmens erzählen?
„Ja, natürlich, wir sind hier auf dem Obsthof Unterweiden. Bis 1990 war das ein klassischer niederrheinischer Bauernhof hier, auf dem es vieles gab – Kühe, Schweine, Hühner und vielfältigen Ackerbau. Es wurde Kohl angebaut, Kartoffeln, Getreide und vieles davon diente der Futterversorgung. Im Jahr 1990 haben meine Eltern angefangen, die ersten Obstbäume zu pflanzen, und haben mit dem Apfelanbau gestartet. Und so hat sich daraus entwickelt, dass der Hof heute immer noch Ackerbau betreibt, aber zum Großteil eigentlich ein Obstbaubetrieb geworden ist.

Mittlerweile haben wir ein breites Sortiment, bauen in der Hauptsache Äpfel und Birnen an, aber auch Erdbeeren, Pflaumen und Kirschen, Aprikosen… jetzt auch Wassermelonen! Genau, viele verschiedene Kulturen. Wir verkaufen viele unserer Produkte hier direkt am Hof in unserem Hofladen. Den Obsthof Unterweiden gibt es seit 35 Jahren.“

Arbeitest du hauptsächlich lokal oder auch international?
„Im Grunde ist es überwiegend lokal, aber natürlich haben wir auch Kunden direkt über die Grenze hier bei Venlo. Aber dann ist immer die Frage, ob das noch lokal oder schon international ist, weil es nur 20 Minuten bis zur Grenze sind. Aber grundsätzlich kann man sagen: Wir vermarkten das, was wir hier produzieren, auch hier in der Region.“

Welche Zertifizierungen habt ihr, und was bedeuten diese für eure Arbeitsweise?
„Also, wir sind QS-GAP zertifiziert, zusätzlich haben wir noch eine Zertifizierung als Sozialstandards. Wir versuchen unsere Standards selbst schon relativ hochzusetzen, weil wir immer ein gutes Produkt zum Kunden liefern wollen. Und dazu gehört auch, dass man sorgfältig arbeitet. Das Zertifizierungssystem dient dazu, nochmal auf Prozesse zu schauen und den Kunden auch nochmal eine Sicherheit zu geben. Vor allem in Bereichen, wie der Arbeitssicherheit und Hygienerichtlinien stellen wir hohe Ansprüche an uns selbst, die man durch die Zertifizierung regelmäßig kontrollieren lässt.“

Wie stellt ihr die Qualität und Frische eurer Produkte sicher?
„Besonders wichtig ist uns und das wird am Beispiel der Erdbeeren am besten klar: Nur ein vollreifes Produkt kann auch wirklich gut schmecken. Das trifft genauso auf den Apfel, die Birne und allem anderen Produkte zu. Wenn wir dann versuchen die Wege zum Kunden kurz zu halten, dann kommt ein großartiges Produkt in guter Qualität beim Kunden an.

Für den Apfel und die Birne haben wir dann noch die Lagerung, damit wir dieses Obst das ganze Jahr anbieten können. Mit aufwendiger Technik und viel Know How schaffen wir es, dass die Früchte das ganze Jahr wie frisch geerntet schmecken.

Die letzten Jahre haben wir besonderen Wert darauf gelegt jedes Jahr ein gutes Produkt liefern können. Gerade haben wir all unsere Obstanlagen mit Frostschutzberegnung ausgestattet, das heißt, wir können uns vor Frost schützen. Und ein großer Teil unserer Obstanlagen ist mit Hagelnetzen überdacht. Denn Hagel ist für den Apfel eine große Gefahr. Da wir unsere Hagelnetze haben, sind wir auch davor geschützt. Das heißt, wir bieten auch noch eine Sicherheit, dass wir jedes Jahr ein gutes Produkt anbieten können.“

quote
„Unsere Produkte bleiben hier in der Region, werden wertgeschätzt und kommen auf kurzen Wegen direkt beim Endkunden an. Genau das ist unser Ziel.“

Wie sieht ein normaler Arbeitstag aus?
„Jeder Tag ist anders! Das ist was ganz Besonderes. Meine wichtigste Aufgabe ist es oft, alles im Blick zu behalten. Wie wird das Wetter? Was brauchen unsere Früchte aktuell auf den Feldern? Welche Arbeiten stehen an? An welcher Stelle hakt etwas oder läuft nicht rund? So fängt der Tag meist früh an und hört spät auf. Ich versuche, den Tag zu strukturieren, doch den ganzen Tag so zu planen, dass man von einer Aufgabe zur nächsten springt, ist kaum möglich, da immer etwas Unvorhergesehenes dazwischenkommt. Das liegt auch oft am Wetter. Wir arbeiten hier nicht in einer Fabrik, in der es jeden Tag gleich abläuft. Jede Jahreszeit und jeder Tag bringen neue Aufgaben, Herausforderung und Chancen mit sich. Das ist einzigartig in meinem Beruf.“

Worauf seid ihr besonders stolz in eurem Unternehmen?
„Das ist eine schöne Frage. Das ist definitiv leckere Produkte für unsere Kunden anzubauen. Ich glaube, die Möglichkeit zu haben, direktes Feedback zu bekommen und damit immer besser zu werden ist schon was Besonderes. Jemand, der nur ein Großmarktlieferant ist, bekommt gar nicht so ein Feedback zu seinem Produkt. Und das, was wir hier im Hofladen haben, ist ein ganz direkter Kontakt mit unseren Kunden. Man erfährt unmittelbar was gut ist und was nicht.“

Was sind die Plane und Wunsche für die kommenden Jahre?
„Ich glaube, dass ein wichtiger Baustein für uns ist, in den nächsten Jahren noch in der Qualität zu wachsen. Dabei vor allem mehr auf die Direktvermarktung und Regionalität zu setzen. Also nicht unbedingt die Betriebsgröße zu erweitern, aber im Unternehmen selbst zu wachsen. Zu schauen, dass es hier jedem Spaß macht zu arbeiten und wir immer wieder ein kleines bisschen besser werden.

Was wir auch in der vergangenen Zeit festgestellt haben, ist, dass die regionale Vermarktung wichtig für den Betrieb ist. Eine reine Produktion für den Großmarkt ist für nicht denkbar und nach den enormen Kostensteigerungen der letzten Jahre auch leider nicht mehr rentabel. So ist die Zusammenarbeit mit WE LOVE FRUIT genau das Richtige: Unsere Produkte bleiben hier in der Region, sie werden wertgeschätzt, sie kommen auf kurzen Wegen direkt bei den Endkunden an. Und das ist genau das, was wir wollen.“

Quelle: WE LOVE FRUIT Deutschland in Zusammenarbeit mit Obsthof Unterweiden

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